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Reisebericht 10.12.07 - 14.12.07

10.12.07 Placencia-Flores (Guatemala)
Nachts und am Morgen Sturm mit viel Regen. Strasse ist ein Sumpf und gut glitschig. Grenzuebertritt Guatemala: Beamte sehr hilfsbereit und freundlich, obwohl der Uebergang sehr chaotisch aussieht. Kleiner Fussmarsch ins Land da wir alle Ausweise kopieren muessen um Motos einzufuehren. Die ersten 20km sind Schottersrasse allerdings recht solid und wir kommen zum Glueck gut voran. Es geht bereits gegen Abend(17.45 Sonnenuntergang) und die Strasse ist Nachts offenbar sehr gefaehrlich. Spaeter Asphaltstrasse, aber immer mal wieder mit Loechern, in welchen locker ein Vorderrad verschwinden koennte...Lastwagen fahren Slalom ueber die ganze Strasse um den Loechern auszuweichen...wir auch. Am Strassenrand ab und an ein kleiner Zoo: Pferde Hunde Schweine Huehner Truthaehne...alles steht an, oder auf der Strasse. Abends in Flores, einer Insel auf einem See. Ziemlich "touristisch" aber schoen. Hotel sauber mit Bad: c.a. sFr 12.00

11.12.07 Flores Tikal Flores
Hinderniss-Lauf Bankomaten: Maestro Card geht nicht, Master-Card meist auch nicht, z.t.Bangen darauf dass die Karte ueberhaupt wieder raus kommt. Bezug begrenzt, will heissen: Hohe Gebuehr fuer wenig Kohle. 60km bis Tikal (Maya Ruinen und Naturschutzpark) Wir leisten uns einen Fuehrer. Ruinen liegen im Urwald und wir machen eine Mischung aus Kultur-/Natur- Fuehrung. Hoechster Tempel 70m, c.a. erst 20% ausgegraben (kein Geld und Abwaegen Naturschutz v.s. Ausgrabungen). Viele bewaldete Huegel unter denen noch Tempel liegen. Wir sehen Blattschneiderameisen, viele bunte Voegel, Affen, und unser Fuehrer lockt eine Tarantel aus ihren Loch. Es gaebe auch noch Krokodile Jaguare und anderes Viechzeug welches wir nicht kennen, aber wir haben kein Glueck noch mehr zu sehen. Auf dem Hauptplatz laeuft gerade eine Zeremonie und Maya-Nachfahren opfern den Goettern Kerzen, Blumen und Esswaren, welche sie ins Feuer werfen. Abends Markt im Nachbardorf, ziemlich chaotisch aber super. Wir sind auch ohne die Mopeds die grosse Attraktion.

12.12.07 Flores-Fronteras
Spater Abgang, da Bankomatenstress (und herrliches ausgedehntes Fruehstueck). Super Strasse kurvig, wir kommen gut voran. Bei Daemmerung Ankunft in Fronteras, schoener See, Chaos an der Hauptstrasse, wegen froehlichem! Beerdigungszug durch den Ort. Buntes Treiben am Strassenrand. Gediegenes Nachtessen fuer kein Geld, und ein wenig (zu)viel Bier... Gutes Fruehstueck auf einer Terrasse an der Strasse, idealer Posten, um das Chaos auf der Strasse, die ganzen schrottreifen Busse, Lastwagen, Pickups vollgepfercht mit Leuten, Viehtransporter etc. zu beobachten. Das Chaos ist auch heute, ohne Beerdigung, nicht gringer.

13.12.07 Fronteras Chiquimula
Schrottreife Laster auf der Strasse, ohne Reifen-Profil, z.t. mit kaputten Reifen, andere kommen kaum den Berg hoch oder sind ganz liegen geblieben. Bananenkauf an der Strasse (Guatemala Drive-Through). Rast in Gualan. Wir treffen einen Farmer und plaudern ein wenig. Er erzaehlt... Achtung ohne Gewaehr! "Das Geld welches die Region am Leben haelt kommt aus dem Drogenumschlag von Kolumbien Richtung USA, und von Guatemalteken die in USA leben und Geld ins Land schicken. Lokale Drogen-Clans schlachten sich immer mal wieder ab, jeweils c.a. 15 Tote. 12 Helikopter zum Schmuggel im Einsatz. Polizei und Behoerden bestochen. Amerikaner brachten Buergerkrieg, lieferten Kriegs-Material und zogen sich dann zurueck...(toent glaubwuerdig)...Israel half mit Munition und Ersatzteilen aus, da Guatemala einst offenbar die Gruendung des Staates Israel in der UNO vorantrieb, was zu einer tiefen bis heute andauernden Freundschaft beider Laender fuehrte." Spaete Ankunft in Chiquimula, Verkehrschaos, Stau und bruetende Hitze. Beide Klatschnass. 31°C nach Sonnenuntergang.

14.12.07 Chiquimula- San Vicente (El Salvador)
Wir lassen Honduras vorerst aus da wir bis Weihnachten in Panama sein wollen bzw. moeglichst schon in Ecuador (soll per Flugzeug pro Pers. c.a. 250$ incl. Motorrad sein...wir sind gespannt und bangen darauf Plaetze zu kriegen). Grenzuebertritt nach El Salvador entgegen allen Unkenrufen (Bestechung, "Ueber Nacht stehen lassen"....) kein Problem, und sogar gratis. Vor San Salvador Stau und unglaubliches Verkehrschaos. Fahrt durch San Salvador ein "Hoellenritt", Rom, Paris, Athen, Madrid...alles angenehm im Vergleich, auch bezueglich Staub in der Luft und Abgasen. Wir verpassen eine Ausfahrt und bleiben auf einem Markt im Chaos stecken. Busfahrer aendert kurzerhand schnell seine Route und fuehrt uns raus. Abends in San Vicente. Hotel liegt am Dorflatz, wo gerade Dorffest ist. Polizei bietet an Mopeds zu bewachen, bis Durchfahrt wieder moeglich. Zwei Einheimische fuehren uns zu anderem Hotel. Abends im Ort Rede von linkem Praesidentschaftskandidaten mit "Parolen schreien" und "Hymnen Gesaengen". Danach Brauch "San Vicente". Junge Maenner laufen mit Tieratrappen auf dem Kopf oder als Heiligenfiguren verkleidet durch die Menge. Aus den Figuren schiesst Feuerwerk in die Menge: Kreischen, Hysterie, Chaos...Sehr amuesant aber zienlich gefaehrlich.








 








Christoph unfd Martin on Tour
Wir freuen uns auf weitere Berichte